Pressemitteilung: Deutliche Verschlechterungen bei der ICE-Anbindung des Bahnhofes Siegburg/Bonn

Horst Becker MdL (Grüne):

„Die Deutsche Bahn schwächt im Winterfahrplan erneut den Haltepunkt Siegburg/Bonn!

Wieso nehmen die CDU-Bundestagsabgeordneten, die CDU-geführte Landesregierung und der Landrat diese erneute Schwächung von dem Bahnhof Siegburg/Bonn klaglos hin?

Am 15. Oktober 2019 veröffentlichte die Deutsche Bahn (DB) den Winterfahrplan, der ab 15. Dezember 2019 gilt. Wie bereits mit den Änderungen zum noch gültigen Sommerfahrplan 2019, ist es für den Halt Siegburg/Bonn zu (weiteren) Verschlechterungen gekommen. So soll es z.B. von Siegburg aus nach Düsseldorf zwischen 6:50 Uhr und 10:11 Uhr nur noch eine Direktverbindung um 8:07 Uhr geben und die bisherige um 7:47 Uhr entfallen. Im Nachmittagszeitraum entsteht durch den Wegfall der Verbindung um 15:47 Uhr ein Zeitfenster von 2,5 Stunden ohne ICE-Direktverbindung von Siegburg/Bonn nach Düsseldorf (von 15:02 Uhr bis 17:47 Uhr). In den Abendstunden fällt die Verbindung um 21:47 Uhr weg. Damit entsteht in diesem Zeitraum ein Zeitfenster von 2,5 Stunden (von 20:11 Uhr bis 22:47 Uhr) ohne ICE-Direktverbindung von Siegburg/Bonn nach Düsseldorf.

Auch in der umgekehrten Fahrtrichtung sind die Verschlechterungen erheblich. Im morgendlichen Berufsverkehr fallen die ICE-Direktverbindungen von Düsseldorf nach Siegburg/Bonn um 8:04 Uhr und um 9:27 Uhr weg. So entsteht in der Zeit von 7:45 Uhr bis 10:22 Uhr ein Zeitfenster von mehr als 2,5 Stunden ohne eine schnelle ICE-Direktverbindung zwischen Düsseldorf und Siegburg/Bonn. Weiter fällt die Verbindung um 11.27 Uhr weg, sodass ein erneutes zweistündiges Zeitfenster ohne ICE-Direktverbindung zwischen 11:08 Uhr und 13:08 Uhr entsteht.

Auch in südliche Richtung von Siegburg/Bonn aus kommt es zu Verschlechterungen. Zwar sind hier neben weggefallenen Verbindungen auch neue hinzugekommen. Die nun neuen Haltezeiten gleichen zunächst zwar anscheinend die weggefallenen aus, ersetzen aber nicht die weggefallenen Verknüpfungen und Direktverbindungen. Sie brechen auch den bisher noch weitestgehend vorhandenen Taktfahrplan und die Abfahrten verspringen in dieser Relation über den Tag – für die Kunden nicht mehr nachvollziehbar. Faktisch wird also auch erneut mit dem Fahrplanwechsel in Richtung Süden eine erhebliche Angebotsverschlechterung umgesetzt.

Schon bei der Verschlechterung zum Sommerfahrplan 2019 habe ich darauf hingewiesen, dass dies mit der Etablierung der gegenüber dem ICE 3 langsameren ICE 4 auf der Strecke zwischen Frankfurt/M. und Köln durch die Deutsche Bahn begründet wurde. Offensichtlich waren da schon zugunsten der neuen Schnellbahnstrecke München – Berlin die schnelleren ICE 3 von der Strecke Frankfurt/M. – Köln abgezogen und durch ICE 4 ersetzt worden. Es war zu befürchten, dass dieser Trend ohne energische Intervention der NRW-Landesregierung sowie von Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit der weiteren Einführung des ICE 4 zunimmt und der Haltepunkt Siegburg/Bonn und die dortigen Fahrgäste immer weiter abgehangen werden. Genau dies ist nun eingetreten und genau in diesem Umstand ist auch die Begründung dafür zu suchen, dass in Richtung Norden für den Bahnhof Siegburg/Bonn lediglich Fahrten entfallen sind.

Horst Becker MdL: Es ist nicht akzeptabel, dass die Anbindung des Bahnhofes  Siegburg/Bonn an den ICE zum zweiten Mal deutlich verschlechtert wird. Dies ist umso unverständlicher, weil der sehr gut angenommen und insbesondere von vielen Berufspendlern zum Fernbahnhof Frankfurt Flughafen und Frankfurt Hbf. einerseits und nach Düsseldorf und ins Ruhrgebiet andererseits genutzt wird. Mit diesen Zu- und Ausstiegen liegt er auch weit über den Zahlen von Limburg und Montabaur. Umso erstaunlicher ist, dass bei diesen beiden Bahnhöfen so gut wie keine Verschlechterung der Halte stattgefunden hat. Offensichtlich hat die Landesregierung von Rheinland-Pfalz für diese Halte erfolgreiche Lobbyarbeit betrieben – ob dies von der Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet unterlassen wurde oder schlicht nicht erfolgreich war, sei dahingestellt. Deswegen habe ich im Landtag eine Anfrage an die Landesregierung gestellt und möchte wissen, was dagegen unternommen wurde und wird. Ich fordere den Landrat und die Bundestags- und Landtagskollegen insbesondere der CDU auf, sich entsprechend einzusetzen und nicht tatenlos zuzusehen, wie der Siegburger Bahnhof bei den schnellen Zugverbindungen immer weiter aufs Nebengleis abgedrängt wird!“

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