17. März 2009:
Salamitaktik bei der A52 stoppenUmwelt
Umwelt- und Verkehrsauswirkungen des A52-Ausbaus müssen transparent werden
Zum Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der B 224 zur A 52 zwischen Essen Nord und der Stadtgrenze Gladbeck erklärt der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Horst Becker MdL:
„Der Ausbau gestaltet sich nicht nur zu einem absoluten Dinosaurier-Projekt, sondern zugleich zu einem Risiko für die Menschen vor Ort. Die gesundheitsschädlichen Belastungen mit Feinstaub und Stickoxiden überschreiten schon heute in der gesamten Region in erschreckender Weise die Grenzwerte. Gleiches gilt für die Lärmbelastung. Deshalb gilt es, den Bau der A 52 als neue Transitautobahn mitten durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet zu verhindern.
Ich halte die eingeschlagen Salamitaktik, die Trasse in mehreren Abschnitten genehmigen zu lassen, für hochgradig fragwürdig. Die angebliche Entlastung des Verkehrs ist nicht zu erkennen und wird auch nicht begründet, da das Ausbaustück Essen-Nord keinen eigenen Verkehrswert hat. Stattdessen bringt das Teilstück mehr Autos nach Essen, die das vorhandene Straßennetz zusätzlich belasten werden. Die jetzigen Planungen für einen Teilabschnitt sind daher zu stoppen und durch eine Gesamtplanung zu ersetzen, um das Ausmaß des gesamten Bauvorhabens für die Öffentlichkeit nachvollziehbar darzustellen.
Die GRÜNEN sind in dieser Sache die einzigen, die sich quer durch die Kreisverbände und im Land dafür einsetzen, den Ausbau zu stoppen. Daher werde ich das Thema so schnell wie möglich im Verkehrsausschuss des Landtags auf die Tagesordnung setzen."  
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