Bahnstrecke Bonn Hbf. – Euskirchen: Schnellere Fahrtzeiten und Verbesserung der Luftqualität dürfen nicht bis 2033 warten!

Schnellere Fahrtzeiten zwischen Bonn Hbf. und Euskirchen mit mehr Haltestellen und Verbesserung der Luftqualität in den anliegenden Städten dürfen nicht bis 2033 warten!

Landesregierung muss mit der DB für schnelle Elektrifizierung der S23 zwischen Bonn Hbf. und Euskirchen sorgen!

Zahlreiche Bahnstrecken in NRW sind noch nicht oder nur teilweise elektrifiziert und werden weiterhin von Dieselloks befahren – das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine aktuelle Kleine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion hervor.

Horst Becker, grüner MdL aus dem Rhein-Sieg-Kreis:

„Dazu gehört auch die S23 zwischen Bonn Hbf. und Euskirchen. Dabei ist die Elektrifizierung der S23 auf dieser Strecke eine der Strecken mit dem allerbesten Kosten-/Nutzenfaktor. (Faktor 6,4). Nicht nur die Verringerung der Lärm-, Feinstaub-, NOX-Emmissionen und die Minderung des CO²-Ausstoßes wären damit verbunden, sondern auch eine deutliche Beschleunigung. Die Fahrzeiten könnten verkürzt werden und Anschlüsse könnten besser aufeinander abgestimmt werden. Trotz der vier neuen Haltepunkte (Rheinbach Römerkanal, Alfter-Impekoven, Bonn Helmholtzstraße, Bonn-Endenich-Nord) können durch die so mögliche Einsparung von fünf Minuten Fahrzeit zwischen Euskirchen und Bonn wieder optimale Anschluss- und Umsteigezeiten in Euskirchen und Bonn Hbf. erreicht werden. Dies würde dann auch wieder dem sogenannten Ausschreibefahrplan entsprechen.

Aus all diesen Gründen ist es auch nicht einzusehen, dass die DB eine Elektrifizierung erst für 2033 vorsieht, weil sie bis dahin einen gültigen Verkehrsvertrag für ihre 100%-tige Tochter DB-Regio mit deren LINT-Dieseltriebzügen hat. Tausende von Fahrgästen und Anwohnern dürfen nicht noch viele Jahre auf die Vorteile warten müssen, weil die DB ihre Dieseltriebzüge so lange fahren lassen will, bis diese abgeschrieben sind. Diese Dieseltriebzüge können im bundeseigenen Konzern DB stattdessen überall im Bundesgebiet eingesetzt werden; bekanntlich hat sie in manchen Regionen sogar Fahrzeugmangel.

Deswegen fordere ich von der DB und dem Land, dass die schnellstmögliche Elektrifizierung dieser Strecke, deren volkswirtschaftlicher Nutzen sensationell gut und mehr als sechsfach höher als die Kosten von 50 Mio. Euro ist, umgehend von Verkehrsminister Wüst und der DB angegangen und bis zum Jahr 2023 fertiggestellt wird. Das sehen übrigens NVR, Regionalrat Köln, die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis so!“

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